Todesstrafe im Skandal um verseuchtes Milchpulver

Jan 22nd, 2009 | By cavo | Category: cavo relativ
Höchststrafe: Im ersten Prozess um vergiftete Babynahrung in China hat ein Gericht in der Provinz Hebei einen Angeklagten zum Tode verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, ein Labor zur Herstellung von verseuchtem Milchpulver betrieben zu haben. Das Gericht in Shijiazhuang in der nördlichen Provinz Hebei sah es als erwiesen an, dass Zhang Yujun in seinem Labor die Industriechemikalie Melamin in Milchpulver gemischt hat, um einen höherer Proteingehalt vorzutäuschen. Damit habe er die öffentliche Sicherheit gefährdet, hieß es. An auf diese Weise vergiftetem Milchpulver waren im vergangenen Jahr sechs Neugeborene in China gestorben und rund 300.000 Kinder zum Teil schwer erkrankt.
(Quelle: spiegel.de vom 22.01.2009)


Nein, ich will hier keine Diskussion zum Thema “Menschenrechte und Todesstrafe in China” eröffnen, aber wer es in Kauf nimmt, dass Kinder sterben, nur um den Profit zu erhöhen – da habe ich kein Mitleid. Null komma nix…

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2 comments
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  1. Schwierig. Emotional geht es mir so wie Dir. Allerdings auch bei solchen Leuten, die ihre Kinder tagelang in den Keller sperren, bei minus 20°C zur “Strafe” nackt auf den Balkon schicken, oder denen “aus Versehen” das Bügeleisen auf den Rücken des Nachwuchses fällt … von noch widerlicheren Sachen rede ich gar nicht. Und sollte meinem Filius mal sowas zustoßen, dann soll der Verantwortliche froh sein, wenn ihn die Justiz erwischt. Rein rational habe ich für die Todesstrafe allerdings nichts übrig.

  2. Da gebe ich Dir vollkommen recht, das ist ein heikles Thema. Ich will das mit Sicherheit auch nicht gutheissen, wie ich China mit den Menschen – auch nicht mit den Verbrechern – umgegangen wird, das verstöst so ziemlich gegen alles, was mir teuer und wichtig ist. Nur versuche ich immer, mir vorzustellen, wie ICH reagieren würde. In einer solchen Situation sicherlich nicht rational…

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