Die (Fahrrad-) Fahrer in der Schweiz

Aug 14th, 2009 | By | Category: cavo family

Ich habe ja nun bereits mehrmals erwähnt, dass sich das Verhalten der Schweizer im Strassenverkehr quasi negativ reziprok zum ansonsten extrem entspannten und ausgeglichenen Verhalten verhält.

Aber heute durfte ich mal wieder Zeuge von zwei besonders spannenden Szenen werden, dieses Mal in der Hauptrolle zwei Velo-Fahrer.

Der eine scherrte Fahrer (so ein Pseudo Ja-Ulrich-Verschnitt) sich einen Dreck um die Regeln des Strassenverkehrs, fuhr auf der Fahrbahn, dann mal auf der Gegenseite, um bei zäh fliessendem Verkehr die Autos zu überholen und pöbelte, weil der ein oder andere Autofahrer eben nicht damit rechnet, von allen Seiten von Fahrrädern überholt zu werden – und schon gar nicht in einer Baustelle!! Grossartger Typ der Gattung “Ich habe hier Recht und immer Vorfahrt … und überhaupt”. Im Text leider nicht wirklich wiederzugeben war dieser schon fast manische Blick, der mich ein bisschen an Jack Nicholsen in “The Shining” erinnert. Solche Leute stört man besser nicht, wenn sie gerade in den Krieg ziehen…

Aber die interessanteste Szene, deren Ausgang ich leider nicht mitbekommen habe, ereignete sich dann ein paar Minuten später. Vor mir an der Ampel standen zwei PKW, die genau in der Spur standen, damit der entgegenkommende Verkehr normal fahren konnte. Die rechts davon liegende Fahrradspur war frei, aber eben nur für ein Fahrrad, wie es auch vorgesehen ist. Einer dieser durchgeknallten Amateur-Radrenn-Idioten fühlte sich wohl in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt und fuhr (den Gegenverkehr natürlich ignorierend) links an uns vorbei und pöbelte, den Stinkefinger zeigend, nur “Scheiss Deutsche”… um dann links abzubiegen. Ich habe dann nur gesehen, wie die beiden PKW vor mir kurzerhand Gas gaben und auch links abbogen, um den Rad-Kollegen wahrscheinlich “zu Wort zu bitten”. Das letzte, was ich gesehen habe, war der Anfang des Kennzeichens der beiden PKW… “DD-” … Dresden…

Wiebke bat mich dann noch umzudrehen, aber erstens konnte ich das nicht, da es da keine Wendemöglichkeit gab. Zweitens gehe ich davon aus, dass es nur einen heftigen Wortwechsel gab, schliesslich ist die Seestrasse eine stark befahrene Strasse. Und drittens…

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